Zurück nach Newcastle

Und schon sind sie wieder rum. Unsere 3 Tage im besten Hostel in Carlisle.

Es war eine kleine Flucht aus unserem Fahrtenabenteuer in die Beständigkeit und Sicherheit eines Standlagers. Wir verbrachten die Tage dort mit Einkaufen, Schlafen, Stadterkundung und Spielen.
Aber wir sind in dieser Zeit auch faul und träge geworden. Es wurde bis 9 Uhr geschlafen, man bewegte sich nur minimal und aß mindestens 3 mal täglich. Höchste Zeit also, dass wir uns wieder aufmachten.
Da wir bei der Hinwanderung einige interessante Stücke am Hadrianswall verpasst haben, da wir teilweise Bus gefahren sind, wollte ich dies nun nachholen. So fuhren wir mit dem Bus von Carlisle aus bis ca. zur Mitte des Hadrianswalls um von dort dem Verlauf der Mauer – diesmal in östlicher Richtung – zu folgen.
Doch wie gesagt: wir sind faul und träge geworden und so war es an Anfang ein großes Gejammer als wir die ersten Hügel erklommen und schwierige Wanderpassagen meistern mussten. Nach wenigen Kilometern erreichten wir dann auch schon mein persönliches Highlight. Den Ahornbaum am Hadrianswall an dem eine bekannte Szene aus „Robin Hood – König der Diebe“ mit Kevin Kostner und Morgan Freeman spielt. Ein paar der Kinder klauten sich dort ein paar Steine aus der Mauer, die sie als ‚Mitbringsel‘ ihren Familien schenken wollen. :/ (Woow, ein Stein.)
Wir verweilten dort länger bzw. zu lange, denn die Kinder spielten ‚Strecken‘. Strecken ist so eine Art Pfadfinder-Twister. Man muss ein Messer in den Boden werfen, zuvor eine Person benennen und die Person muss dann ihren Fuß dort hinstellen. Solange eben bis die Person sich nicht mehr weiter strecken kann.
An sich relativ ungefährlich, zumal ich den Kindern die Auflage gab nur mit stumpfen Brotmessern und in Wanderschuhen zu spielen.
Doch dann passierte das erste nennenswerte Unglück auf unserer Fahrt. Ich hörte Leonie aufschreien, da sie ein Messer gegen das Bein bekommen hat. Das ist an den Tagen zuvor auch immer mal wieder passiert, aber außer kleinen Schürfwunden blieb es ohne folgen.
Diesmal allerdings ging es nicht so glimpflich aus. Leonie hat einen ordentlichen, stark blutenden Schnitt in ihrer Wade.
Damit war das Streckenspiel beendet und ich verarztete Leonie. Nachdem inzwischen auch Nachmittag geworden war, wollte ich langsam nach einem Schlafplatz Ausschau halten, doch die Kinder überredeten mich, nach Newcastle zu fahren und dann dort irgendwo zu schlafen. Tja, diese Idee war schlecht, denn in Newcastle fanden wir natürlich keinen Schlafplatz, so dass wir bis spät in die Nacht suchten, bevor ich dann beschloss auf einer Parkwiese unter einem Baum zu schlafen. Dort konnten wir allerdings keine Kohten aufbauen, da es im Umkreis kein Holz für eine Kohtenstange gegeben hätte. So sollten wir unter freiem Himmel nur in den Schlafsäcken schlafen. Der Wetterbericht meinte, dass es trocken sein sollte und da dies so oder so unsere letzte Nacht draußen sein sollte, wäre selbst ein Regenschauer nicht so schlimm, so dass ich relativ optimistisch in die Nacht ging. Zu optimistisch. Denn ich hatte unterschätzt, dass ich kleine Mädels bei mir habe, die hin und wieder Angst haben. So weckte mich Katharina bei jedem Passanten der vorbeikam und Lena drückte sich ganz dicht an meine Seite als wir mitten in der Nacht von 2 Hunden angekläfft wurden. Da die Hunde aber auch wirklich nicht zum Kuscheln aussahen griff ich vorsorglich schon zum Beil um einen Angriff abzuwehren, doch da zogen die Hunde auch schon weiter.
So richtig geschlafen hat in dieser Nacht eh kaum jemand und um kurz vor 6 Uhr brachen wir dann endgültig wieder Richtung Zentrum auf. Nach dem Frühstück aus einem Supermarkt suchten wir uns eine Mall, in der wir seit nun 3 Stunden sitzen und uns etwas Aufwärmen. Ich will jetzt gleich aber raus, mich etwas in die Sonne legen und evtl. etwas Schlaf nachholen, bevor wir um 15 Uhr endlich zum letzten Mal in die Jugendherberge einchecken können.
Die angehängten Fotos sind unsortiert und ohne Erklärung, da ich immer noch nur vom Handy aus arbeite.
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